Gesucht: Director of First Impressions

Ihre Marketingabteilung arbeitet Tag und Nacht daran, sich von der Konkurrenz abzuheben. Es wird Zeit, dass sich Ihr Personalmarketing eine Scheibe davon abschneidet. Es fängt schon bei der Produktbezeichnung an. Ein Nassrasierer sollte beispielsweise vor allem eins: sorgfältig rasieren. Das tun sie fast alle, aber dennoch bevorzugen manche eher einen “Mach3”, einen “Hydro5” oder (halten Sie sich fest) einen “Sword Intuition Sensitive Care”.

Viele Berufsbezeichnungen sind, wie Produktnamen, nicht genormt und lassen einen großen Spielraum zu.

Director of First Impressions

Vor einigen Tagen habe ich einen Blogartikel auf ere.net gelesen. Dort ging es darum, ob man nicht auch Jobtitel Employer-Brand-konform formulieren sollte, damit sie sich von den Positionen der Konkurrenz abheben und mehr Interesse für das eigene Unternehmen wecken.
Beispiel: Ihr Unternehmen und zwei Konkurrenten suchen jeweils eine Fachkraft für den Empfang. Die Kandidaten finden folgende Ausschreibungen.

1. gesucht: Empfangssekretär m/f
2. gesucht: Rezeptionist m/f
3. gesucht: Director of First Impressions m/f

Was meinen Sie? Für welche Stelle gehen die meisten Bewerbungen ein? Schließlich sind es ja Stellen mit ähnlichen Aufgaben…

Der Autor des Artikels sagt, dass Jobtitel nicht nur als sachliche Bezeichnung der Tätigkeit herhalten sollten, sondern möglichst anziehend auf die gewünschten Kandidaten wirken müssen. Das kann die Candidate Experience schon im Vorfeld anheizen, denn genauso funktioniert es auch mit Produktnamen. Ein erfolgreiches Beispiel ist der “Apple Genius”. Eigentlich der technische Support in einem Apple Store, trotzdem versucht Apple dem Job die eigene Brand zu geben.

Wir denken, dass klar sein sollte, um welchen Job es sich handelt. Ansonsten ist es eine prima Idee Ihre Employer Brand kreativ aufzupolieren.
Was meinen Sie? Ist es ein nützlicher Ansatz, um sich von der Konkurrenz abzuheben und passende Kandidaten anzulocken?

Fotoquelle: Flickr/ CandyUSA