6 Tipps für gutes Social Media Recruiting

Social Media Recruiting bzw. Social Recruiting ist die letzten Jahre immer mehr ins Gespräch gekommen, wenn es um modernes Recruiting geht. Und das zu Recht. Laut Statista nutzen bisher 28% der Unternehmen Social Media Plattformen für die Rekrutierung neuer Mitarbeiter. Und laut einer Umfrage von monster.de gehen 40% der Befragten auf Xing, 23,5% auf LinkedIn und 11,7% auf Facebook auf die Suche nach Stellenanzeigen. Es gibt also durchaus einen Markt für Social Media Recruiting – wir zeigen Ihnen, was Sie beim Social Media Recruiting beachten sollten.

Social Media Recruiting

Vorteile von Social Media Recruiting

Lebenslauf-Details schnell überblicken

Die sozialen Profile (besonders Xing und LinkedIn) beinhalten die wichtigsten beruflichen Stationen und Kenntnisse einer Person auf einen Blick. So haben Sie die Möglichkeit, Details des Lebenslaufs anzusehen, ohne die Personen zu bitten, diese extra zuzusenden und dann erst festzustellen, dass es gar kein passender Kandidat ist.

Einfacher Zugang zu Kandidaten

Social Media Recruiting erweitert die Möglichkeiten, auf passende Kandidaten zuzugehen. Man findet meist mit nur wenigen Klicks einige interessante Talente, die man durch den Messenger anschreiben kann oder mit Hilfe einer angegebenen Emailadresse kontaktiert.

Geringe Kosten

Gerade mit einem kleinen Budget lohnt sich ein zusätzlicher Einsatz im Social Media Recruiting. Wenn man die Optionen von Paid Ads (bezahlte Werbeanzeigen auf den Plattformen) nicht in Anspruch nimmt, ist Social Media Recruiting komplett kostenlos. Je nach Zielvorgabe kann eine Bewerbung von Beiträgen oder der Unternehmenswebsite sehr sinnvoll sein.

Tipps für gutes Social Media Recruiting

1. Unternehmenswebsites auf relevanten Kanälen erstellen

Sie müssen nicht auf allen Kanälen präsent sein, es empfiehlt sich aber aufgrund der Nutzerzahlen, eine Unternehmenswebsite auf Xing, LinkedIn und Facebook zu haben. Dort sollten Sie unbedingt alle wichtigen Unternehmensdetails angeben, die Ihre Unternehmensmarke repräsentieren. Denken Sie an die Verwendung von Keywords, um in der Google-Suche möglichst weit oben zu erscheinen.

2. Social Media Kanäle aktuell halten

Denken Sie daran, einen guten Eindruck bei Ihrer Zielgruppe zu machen. Veraltete Social Media Profile sind da wenig hilfreich. Versuchen Sie auf allen Profilen regelmäßig Posts zu veröffentlichen und diese möglichst zielgruppenaffin zu gestalten, also wirklich interessante Inhalte zu posten. Indikator dafür sind die Like- und Klickzahlen der einzelnen Beiträge oder die Kommentare.

3. Profile der Mitarbeiter im Auge behalten

Potenzielle Bewerber schauen sich nicht nur Ihre Unternehmenswebsite an, sondern oftmals auch die Profile der Mitarbeiter, um sich ein Bild von dem Unternehmen zu machen. Daher ist es von Vorteil, ein Auge darauf zu haben, dass Ihre Mitarbeiter aktualisierte Profile haben, vielleicht sogar mit positiven Empfehlungen, die im Idealfall zu einem positiven Gesamtbild Ihrer Firma führen.

4. Facebook-Anzeigen mit gezielter Demographie

Auf Facebook können Sie kostenlos Stellenanzeigen veröffentlichen. Wenn Sie damit allerdings nicht die gewünschten Erfolge erzielen, ist es ratsam, zusätzlich Geld in Facebook-Anzeigen zu investieren. Durch die Erstellung aufmerksamkeitsstarker Posts mit Foto lotsen Sie hunderte von Besuchern auf Ihre Unternehmenswebsite. Mit dem Kampagnenmanager von Facebook lässt sich die gewünschte Zielgruppe passgenau anhand von Altersgruppe, Wohnort und Interessen eingrenzen. Das können Sie im Übrigen genauso bei Xing und LinkedIn einstellen.

5. Verwendung von Twitter-Hashtags

Wenn es um Twitter geht, kommt man um Hashtags nicht drum herum. Durch die Verwendung von Hashtags werden Ihre Tweets eher gefunden und so natürlich wesentlich öfter geliked und geteilt. Während Sie Social Media Recruiting betreiben, sollten Sie für ein paar Hashtags zusammen brainstormen und diese anschließend in Ihre Tweets mit aufnehmen. 2-3 Hashtags in einem Tweet sind dabei optimal. Der erste Hashtag sollte dabei mit ihrem Unternehmen zu tun haben, während der zweite sich eher auf den spezifischen Job bezieht(z.B. „#telekomjobs“). Der dritte Hasthag kann dann wieder ganz weit gefasst sein („hiring“).

6. Gezielte Kandidaten-Ansprache eher auf Karriere-Netzwerken zu empfehlen

Man muss bei der Verwendung der Netzwerke darauf achten, was die jeweiligen Nutzer der Plattform suchen. Facebook und Google+ sind eher Freizeit-Netzwerke, wo sich die Leute vorwiegend mit ihren Freunden und Bekannten austauschen und nebenbei über Jobangebote und Unternehmen informieren. Daher empfiehlt es sich, dort nicht direkt Kandidaten anzuschreiben. Im Gegensatz zu Karrierenetzwerken wie Xing und LinkedIn. Dort sollte man allerdings auch nur gezielt Talente mit einem individuellen Text anschreiben und auf anonyme Massennachrichten verzichten. Auch Talent-Netzwerke sind sehr nützlich, da sich dort nur aktiv suchende Kandidaten befinden, die oftmals die Unternehmen selbst anschreiben.

 

Grade beim Social Media Recruiting empfiehlt es sich, eng mit dem Marketing-Team Ihrer Firma zusammenzuarbeiten, da dieses die nötige Erfahrung mit den Social Media-Kanälen mitbringt. Außerdem wird in Social Media nicht nur Recruiting betrieben, sondern allen voran auch Employer Branding und der Aufbau Ihrer Unternehmensmarke. Da muss alles ineinandergreifen, um am Ende ein positives Unternehmensbild zu erzeugen.

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