Viel hilft nicht unbedingt viel – Warum es sinnvoll ist, Stellenanzeigen nur in einer Sprache auszuschreiben

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Internationalisierung, Fachkräftemangel, demografischer Wandel: Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind gefragter denn je. Im Wettbewerb um Talente schauen Unternehmen längst weit über den heimischen Arbeitsmarkt hinaus. In den Personalabteilungen gilt daher die Devise: Think global – and act multilingual. Um möglichst viele Bewerber anzusprechen, werden Stellen zunehmend nicht nur auf Deutsch oder Englisch, sondern in mehreren Fremdsprachen ausgeschrieben. Doch ist das effektiv?

Fakt ist: Englisch ist immer noch die wichtigste und meistgesprochene Fremdsprache in Europa und in der Welt. Das gilt auch und insbesondere für die Geschäftswelt. In den meisten Unternehmen ist Englisch die Lingua Franca. So gesehen ist davon auszugehen, dass eine englischsprachige Ausschreibung per se von den meisten Bewerbern verstanden wird. Weitere fremdsprachige Ausschreibungen sind zwar nice to have, aber für die Reichweite der Stellenanzeige wenig relevant.

Darüber hinaus ist es fraglich, inwiefern es für ein Unternehmen überhaupt sinnvoll ist, Stellenanzeigen in Sprachen auszuschreiben, welche später in der geschäftlichen Kommunikation keine Anwendung finden. Im Gegenteil dürften Unternehmen vielmehr durch eine gezielte Ansprache der Bewerber in der jeweiligen Unternehmenssprache profitieren. Potentielle Kandidaten können so bereits bei der Sichtung des Inserats als auch bei der Formulierung der Bewerbung die gewünschten Sprachkenntnisse unter Beweis stellen.

In puncto Mehrsprachigkeit bei der Stellenausschreibung gilt also: Viel hilft nicht unbedingt viel. Es ist ratsam, sich auf jene Sprachen zu konzentrieren, die später im Umgang mit Kollegen, Geschäftspartnern und Kunden auch tatsächlich relevant sind. Somit lassen sich bereits ganz am Anfang des Recruitingprozesses gezielt passende Kandidaten ansprechen und unnötige Sprachbarrieren im weiteren Verlauf vermeiden.

Bildnachweis: flickr/woodleywonderworks

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