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Employer Branding Glossar

Employer Branding

Employer Branding umfasst die Konzeption und Durchführung von Maßnahmen, die in Gesamtheit ein für potentielle Mitarbeiter ansprechendes Bild vom Unternehmen entstehen lassen. Wie das gelingt und was es zu beachten gilt.

 

Der Arbeitsmarkt hat sich gewandelt. Fachkräfte sind zunehmend knapp und qualifizierte Mitarbeiter können sich den Arbeitgeber immer öfter aussuchen. Für Unternehmen bedeutet dies, dass die Besetzung von vakanten Stellen schwieriger wird und oft nicht zum gewünschten Ergebnis führt. Arbeitgeber stehen in einem Konkurrenzkampf um die besten Köpfe; der War for Talents ist allgegenwärtig. Was können Unternehmen tun, um sich auf dem Arbeitsmarkt positiv von anderen Wettbewerbern abzuheben? Die Antwort vieler Recruiting-Experten lautet: Employer Branding.

 

Employer Branding

Was ist Employer Branding?

Unter dem Begriff “Employer Branding” versteht man den Aufbau und die Pflege einer Arbeitgebermarke. Employer Branding umfasst die Konzeption und Durchführung von Maßnahmen, die in Gesamtheit ein für potentielle Mitarbeiter ansprechendes Bild vom Unternehmen entstehen lassen. Der folgende Tweet einer Twitter Userin verdeutlicht, wie wichtig professionelles Employer Branding ist: „I met a Google employee last night, he was everything I imagined a google employee would be. Smart, funky and cool“. Keine Frage: Diese Twitter-Nutzerin kann sich mit dem Unternehmen Google identifizieren – und würde bei einem Job-Angebot sicher nicht “Nein” sagen.

Employer Branding und seine Wirkung

Erfolgreiches und nachhaltiges Employer Branding kann also die Effizienz der Personalrekrutierung und die Qualität der eingehenden Bewerbungen dauerhaft steigern. Aber auch internes Employer Branding bringt viele Vorteile für Unternehmen mit: Die bereits angestellten Mitarbeiter können durch ein verstärktes Arbeitgeberimage und einer höheren Identifikation mit dem Unternehmen auf emotionaler Ebene langfristig an den Arbeitgeber gebunden werden. Durch Employer Branding assoziieren Bewerbende und Beschäftigte mit dem Namen des Unternehmens bestimmte Wertvorstellungen und Arbeitgebereigenschaften, die eine Entscheidung für oder gegen das Unternehmen als Arbeitgeber tiefgreifend beeinflussen können. Dies gilt insbesondere für die nachrückende Generation Y, die weniger Wert auf Hard Facts wie Einkommen und Karrierechancen als auf Soft Facts wie Work-Life-Balance und Betriebsklima legt.

Der Weg zur eigenen Arbeitgebermarke

Die individuelle Arbeitgebermarke zu finden, zu formulieren und nachhaltig einzuhalten, ist nicht immer leicht, denn hier spielt die Authentizität eine entscheidende Rolle. Unternehmen wollen und sollen sich natürlich ins rechte Licht rücken. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass keiner nach Außen hin etwas vermittelt bekommen will, was später nach Innen nicht eingehalten wird. Als Starthilfe arbeiten Unternehmen am besten die eigenen Stärken heraus. Fragen, die dabei helfen können, sind:

  • Was macht uns als Arbeitgeber einzigartig? Was ist Ihre Employer Value Proposition?
  • Warum sollte sich ein Bewerber für uns interessieren und nicht für das Konkurrenzunternehmen?
  • Warum sollte ein qualifizierter Mitarbeiter lange bei uns bleiben?
  • Welche Werte will ich als Unternehmen vermitteln?
  • Wofür stehen wir als Unternehmen?
  • Wie können diese Werte eingehalten werden?

Ziele des Employer Brandings

Um die eigenen Stärken effizient zu kommunizieren, geht es im zweiten Schritt darum, eine klare Zielsetzung für die zukünftigen Employer-Branding-Maßnahmen zu formulieren. Folgende Fragen können dabei hilfreich sein:

  • Welche Zielgruppe möchten wir erreichen?
  • Wie sehen wir uns selbst?
  • Wie wollen wir von unserer Zielgruppe gesehen werden?

Employer-Branding-Maßnahmen

Die Zielgruppe und das gewünschte Image herauszuarbeiten, ist wichtig, um anschließend geeignete Maßnahmen für eine Employer-Branding-Kampagne zu entwickeln. Unterschiedliche Zielgruppen sind über unterschiedliche Kanäle besser zu erreichen. Gleiches gilt für die Art und Weise der Ansprache. Junge Software-Entwickler fühlen sich bei einer lockeren Kommunikation auf Augenhöhe, die von Technikverständnis und Pioniergeist spricht, sicher mehr angesprochen, als Verwaltungsfachangestellte in mittleren Jahren. Wie und wo Employer-Branding-Maßnahmen umgesetzt werden, hängt also von der Zielsetzung und dem Bedarf ab. Internes und externes Employer Branding sollten dabei allerdings übereinstimmen, denn die eigenen Mitarbeiter sind meist die besten, da authentischsten Markenbotschafter. Einige Möglichkeiten Employer-Branding-Maßnahmen umzusetzen, sind:

Karriereseite

  • Insights aus dem Unternehmen – Fotos von Mitarbeitern, dem Office, internen Aktivitäten, Erfahrungsberichte, etc.
  • Karriereblog
  • Newsletter
  • Unternehmensquiz
  • Informationen über Jobangebote, Workshops, Events usw.

Social Media

  • Karriereseite auf Facebook / Karrierespezifische Beiträge auf der Corporate Fanpage auf Facebook
  • Karrierespezifische Beiträge auf dem Twitteraccount
  • Azubi- / Mitarbeiterblog → Mitarbeiter erzählen von ihrer alltäglichen Arbeit
  • Image-Film auf Youtube

Veranstaltungen / Messen

  • Bewerber- und Recruitingmessen
  • Hochschulevents
  • Tag der offenen Tür für Bewerber im Unternehmen
  • Tag der offenen Tür für Schüler (Karrieretage)
  • Jugendmessen, Give-aways

Mitarbeiter als Markenbotschafter

Sponsoring

  • Veranstaltungen, Events
  • Ausstellungen
  • Wettbewerbe

Employer Branding mit softgarden

Die Recruiting Software von softgarden unterstützt Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Employer-Branding-Maßnahmen. So können Recruiter mithilfe ausgefeilter Templates ihre Stellenanzeigen auch ohne Personalmarketing-Agentur im “Look and Feel” ihres Employer Brandings schnell und einfach gestalten und auf Wunsch professionelle Texter und Fotografen hinzubuchen. Zudem können die Stellenanzeigen mit nur einem Klick auf sämtliche Recruiting-Kanäle verteilt werden: von der eigenen Webseite über die Facebook-Karrierepage bis hin zu Hochschulen und natürlich den wichtigsten Online-Jobbörsen.

 

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