Talent Community

Unternehmen mangelt es zunehmend an qualifiziertem Nachwuchs. Daher gilt es, vielversprechende junge Talente möglichst früh an das eigene Unternehmen zu binden. Dies geschieht häufig im Aufbau eines Talent Pools, in denen Kontakte zu potentiellen Mitarbeitern gesammelt und bei Bedarf angesprochen werden. Um den Kontakt zu High Potentials auch langfristig zu halten, eignet sich der Ausbau des Talent Pools zu einer Talent Community, in der der ein aktiver Austausch zu interessanten branchen- und karrierebezogenen Themen zwischen den Community-Mitgliedern und dem Unternehmen stattfindet. So bleiben die Unternehmen präsent, ohne aufdringlich zu wirken.

Talent Community

Die ersten Kontakte für die Talent Community

Ob Talent Pool oder Talent Community: Der erste Kontakt zu vielversprechenden Talenten erfolgt meist über eine Praktikanten- oder Werkstudenten-Stelle. Laut der Talent Relationship Management Studie 2013 von Intraworlds bezeichneten 39 Prozent der 370 befragten Studenten und Young Professionals ein Praktikum als die wichtigste Erfahrung unter den Arbeitsstationen während des Studiums. Ganze 57 Prozent könnten sich vorstellen, später bei dem entsprechenden Arbeitgeber anzufangen. Die Befragten gaben außerdem an, dass ihnen die Kontaktpflege extrem wichtig sei, allerdings wären sie im Nachhinein gern wesentlich öfter über Jobangebote oder Firmenevents informiert worden.

Die meisten Unternehmen schaffen es also nicht, ehemalige Praktikanten und Werkstudenten im Sinne des Talent Relationship Managements langfristig an sich zu binden. Nur 14 Prozent der Befragten beurteilen die TRM-Angebote des betreffenden Unternehmens als gut. Die Lösung wäre der Ausbau des Talent Pools zur Talent Community, doch welche Schritte sind dazu nötig?

In 3 Schritten zur Talent Community

1. Die Plattform für die Talent Community
Als Plattformen für Talent Communities bieten sich unabhängige Online-Communities wie squeaker.net oder e-fellows.net sowie soziale Netzwerke wie Facebook, LinkedIn oder auch Twitter an. Für exklusivere Nachrichten und Angebote, die nur Personen erreichen sollen, welche bereits einen Erstkontakt mit dem Unternehmen hatten, sind vom Unternehmen selbst geführte Communities besser geeignet (z. B. „Cube“ von BMW).

2. Die Mitglieder der Talent Community
Eine vielfältige Talent Community sollte nicht nur Praktikanten, Werkstudenten und Trainees berücksichtigen. Auch die derzeitigen Mitarbeiter können eine Talent Community mit Karrieretipps und Berichten zum Unternehmen bereichern. Weitere wertvolle Kontakte finden sich z. B. unter Workshop-Teilnehmern, Messebekanntschaften und Empfehlungen von Mitarbeitern. Eine Talent Community darf ruhig aktiv beworben werden, z. B. in Form von E-Cards, E-Mail-Signaturen, Ankündigungen in Newslettern und auf den unternehmenseigenen sozialen Netzwerken.

3. Die Pflege der Talent Community
Eine Talent Community bedarf einiger Pflege. Zudem zahlt sie sich oft erst nach Jahren der Aufbauarbeit aus. Unternehmen, die eine Talent Community einrichten wollen, sollten daher sicher sein, dass sie langfristig über genügend Ressourcen verfügen, um die Community zu betreuuen und regelmäßige mit neuen Inhalten zu füttern. Auch die glaubhafte Darstellung der eigenen Arbeitgebermarke sowie ein zeitnahes Eingehen auf Fragen und Kommentare der Benutzer sind Voraussetzungen für den Erfolg.

Die Vorteile einer Talent Community

Durch den Aufbau einer Talent Community können sich Unternehmen völlig neue Möglichkeiten im Recruitingprozess eröffnen. Die jungen Talente bleiben in Kontakt mit dem Unternehmen und somit innerhalb des Talent Pools, aus dem zu einem beliebigen Zeitpunkt heraus rekrutiert werden kann. Durch einen regelmäßigen Austausch können die Angebote der Unternehmen besser auf die Wünsche und Vorstellungen der High Potentials abgestimmt werden – in Zeiten des Fachkräftemangels ein erheblicher Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz. Dem Zeit- und Kostenaufwand, der für eine erfolgreich geführte Talent Community nötig ist, stehen geringere Ausgaben für Stellenanzeigen und Zeiteinsparungen bei der Durchsicht von Bewerbungen und Führung von Interviews mit letztendlich unpassenden Kandidaten gegenüber. Gerade größere Unternehmen können daher von der Einrichtung einer Talent Community stark profitieren.

Der Aufbau einer Talent Community mit softgarden

Die E-Recruiting Software von softgarden ermöglicht Unternehmen den leichten Aufbau eines Talent Pools. Interessierte Kandidaten von der unternehmenseigenen Webseite, dem Corporate-LinkedIn-Profil oder einer speziell erstellten Landing-Page können mit nur einem Klick zum Pool hinzugefügt werden. Gibt es eine freie Stelle, können alle Mitglieder sofort darüber informiert werden. Zur Erstellung einer externen Talent Community müssen die Kontaktdaten nur noch übertragen werden.