Erfolgsfaktor Usability

Erfolgsfaktor Usability: Wie Sie Ihre Karrierewebsite nutzerfreundlich gestalten

Erfolgsfaktor Usability

Wer im War for Talents nicht untergehen will, kommt um eine professionelle Karrierewebsite nicht umhin. Sie ist der erste Anlaufpunkt für Bewerber und damit das Herzstück aller Recruitingaktivitäten. Nicht selten entscheidet sich bereits hier: Will ich mich bewerben oder nicht? Ganz maßgeblich ist dabei der Aspekt der Usability. Die beste Karrierewebsite nützt nichts, wenn der Bewerber die Seite nicht öffnen kann oder sich nicht zurechtfindet. Darum hier einige Basics, was es in puncto Nutzerfreundlichkeit zu beachten gilt.

Usability-Faktor Zugänglichkeit

Viele Unternehmen wollen Ihre Bewerber mit ausgefallenen Designs und visuellen Effekten beeindrucken. Dabei lassen sie leider oft außer Acht, worum es in erster Linie gehen sollte: den einfachen Zugang zu Informationen. Dunkelgrauer Text auf hellgrauem Hintergrund mag stilvoll sein, ist aber schwer zu lesen.

Ähnliches gilt auch für multimedialen Content. Bilder und Videos sind ohne Frage nice to have, aber achten Sie darauf, dass die Ladezeit angemessen ist. Niemand wird minutenlang auf eine Darstellung warten, sondern weiterklicken. Bestenfalls bieten Sie auch eine optimierte Version für Mobilgeräte an. Mobile Recruiting steht zwar noch am Anfang, ist aber schon jetzt eine gute Möglichkeit, sich positiv von Wettbewerbern abzuheben.

Usability-Faktor Auffindbarkeit

Natürlich zählt an erster Stelle, dass Ihre Karriereseite überhaupt gefunden wird. Sorgen Sie mit entsprechenden SEO-Maßnahmen dafür, dass Ihre Inhalte bei Google prominent platziert sind – möglichst vor Ihren Wettbewerbern. Für User, die bereits über Ihre Corporate Website kommen, gilt: Setzen Sie einen eindeutigen, gut sichtbaren Link zur Karriereseite. Dieser sollte sich in der Hauptnavigation befinden – und nicht versteckt im Footer, wie es leider oft üblich ist.

Ist der Besucher auf ihrer Seite, geht es darum, ihn nicht wieder zu verlieren. Versetzen Sie sich in die Lage ihrer Kandidaten: Erfahrene Professionals suchen vermutlich andere Informationen als Schüler oder Studenten. Bieten Sie also am besten eine Einstiegsseite an, wo sich Besucher einer Zielgruppen zuordnen können und so mit wenigen Klicks zu den für die sie relevanten Rubriken gelangen.

Generell gilt, dass die Navigation flach und gut strukturiert sein sollte. Dazu gehören etwa aussagekräftige, präzise Begriffe. Besser als „Lesen Sie hier Erfahrungsberichte von ehemaligen Praktikanten“ wäre beispielsweise die Bezeichnung „Praktikumsberichte“. Achten Sie auch darauf, dass die Navigation auf Unterseiten konsistent bleibt. Falls alle Stricke reißen, hilft Besuchern eine Suchfunktion weiter, die Sie gut auffindbar platziert haben.

Usability-Faktor Inhalt

Last but not least geht es um Content. Die Karriereseite steht und fällt mit einem organisierten, leicht zu überblickenden Inhalt. Wenn Sie versuchen, den Besucher auf alles aufmerksam zu machen, erreichen Sie das Gegenteil: Der Nutzer nimmt nichts wahr. Konzentrieren Sie sich lieber auf die wichtigsten Informationen, die Ihre Bewerber erwarten.

Was sind Sie für ein Arbeitgeber?

Niemand könnte das besser beurteilen als Ihre eigenen Angestellten. Bieten Sie Interessenten also nicht nur bloße Fakten, sondern Gesichter von Mitarbeitern und Geschichten aus dem Unternehmen. Damit wecken Sie Interesse und Emotionen bei potenziellen Kandidaten – Talent Relationship Management ist hier gefragt. Integrieren Sie am besten auch Social Buttons und Widgets zu ihren Social-Media-Aktivitäten.

Welche Stellen sind zu besetzen?

Machen Sie ihre jeweiligen Zielgruppen direkt auf relevante Vakanzen aufmerksam. Entscheidet sich der Besucher etwa für den Bereich „Berufseinsteiger“, sollte er ohne Umwege erfahren, dass Ihr Unternehmen eine freie Trainee-Stelle hat. Falls es keine offene Stelle gibt, bieten Sie ihm die Möglichkeit einer Initiativbewerbung oder eine Benachrichtigungsoption zu künftigen Ausschreibungen.

Wie kann ich mich bewerben?

Am besten gleich online! Bieten Sie Ihren Bewerbern selbsterklärende Bewerbungsformulare an – mit der entsprechenden Recruiting Software geht das unkompliziert und schnell. Denken Sie auch hier an eine leichte Zugänglichkeit. Beim Upload von Dateien, etwa Bewerbungsunterlagen, sollten Sie ihre Bewerber vorher (!) auf Datenbegrenzungen oder Formatbeschränkung hinweisen. Nicht ist frustrierender, als Dutzende eingescannte Dokumente hochzuladen und hinterher zu erfahren, dass JPEG-Dateien gar nicht akzeptiert werden.

Kurzum: Eine nutzerfreundliche Karrierewebsite ist leicht zugänglich, folgt einer übersichtlichen und klaren Struktur und bietet zielgruppengerecht aufbereitete, emotional ansprechende Inhalte, die zum Stöbern einladen. Wenn Sie diese Usability-Grundlagen berücksichtigen, ist Ihnen ein guter erster Eindruck bei Ihren Kandidaten gewiss – der bestenfalls zu einer Bewerbung animiert.

Foto: flickr/bobaliciouslondon


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