So stärken Sie ihr Arbeitgeberimage

So stärken Sie Ihr Arbeitgeberimage

Arbeitgeber sehen sich ständig dem Wettbewerb ausgesetzt. Sei es im Hinblick auf die Vermarktung ihrer Produkte und Dienstleistungen oder bezüglich der Rekrutierung geeigneter Mitarbeiter. Denn die sogenannten High Potentials wollen umworben werden, bevor sie sich langfristig an ihr Unternehmen binden. Eine starke Arbeitgebermarke unterstützt das Unternehmen bei diesem Ziel.

Arbeitgeberimage stärken – Was bringt das?

Ein gutes Image zu besitzen, hilft dem Arbeitgeber nicht nur passende Kandidaten für sein eigenes Unternehmen zu finden und Fehlbesetzungen zu vermeiden, es hilft, den Rekrutierungsprozess insgesamt effizienter zu gestalten. Das Ergebnis ist eine zufriedene Belegschaft, die lange im Unternehmen bleibt. Im Hinblick auf die eigenen Personalentwicklungsmaßnahmen führt dies auch zu einer Renditesteigerung und auf den einzelnen Mitarbeiter bezogen, sorgt ein gutes Arbeitgeberimage für die Steigerung von Motivation und Leistung. Es führt zu einer täglich erlebbaren Unternehmenskultur, die den belegschaftsweiten Zusammenhalt stärkt. Diese wiederum bedeutet dann nicht nur eine Steigerung der Reputation am Arbeitsmarkt; im Zusammenhang mit der Kommunikation von Themen wie Corporate Social Responsibility, Umweltschutz oder Nachhaltigkeit profitiert die gesamte Außendarstellung des Unternehmens.

Arbeitgebermarke ist nicht gleich Arbeitgebermarke

Allerdings ist Arbeitgebermarke nicht gleich Arbeitgebermarke, selbst wenn es aufgrund der immer gleichen Stellenanzeigen oder Imagekampagnen von Unternehmen zu vermuten wäre. Es verhält sich hier wie mit den Mitmenschen des deutschen Schriftstellers Wilhelm Raabe, der über sie einst urteilte: „Die meisten Menschen sind Münzen, nur wenige sind Prägestücke“. Und auch Arbeitgebermarken sind wie Münzen, weil sich auch unter ihnen nur wenige prägende finden. Aber genau diese Prägung soll gutes Employer Branding bei Mitarbeitern und Stakeholdern erreichen, wenn es zielführend sein soll. Es reicht nicht aus, wahllos einzelne Employer Branding-Maßnahmen zu kombinieren, wenn diese an der eigentlichen Unternehmenskultur vorbei gehen.

Aller Anfang sind markante Employer Value Propositions

Zur Entwicklung und Stärkung einer Arbeitgebermarke gehört mehr, wenn sie glaubhaft werden soll. Mit am wichtigsten ist die Entwicklung einer guten Employer Value Proposition. Bevor sich ein Arbeitgeber jedoch an die Formung einer solchen macht, sollte er sich sein Unternehmen ganz genau anschauen. Es gilt herauszufinden, was das Unternehmen ausmacht und was es von anderen Wettbewerbern unterscheidet. Austauschbare Sprüche aus dem Recruitungssprech helfen hier nicht weiter. Schließlich wird sich der gewonnene Mitarbeiter bald selbst ein Bild machen können. Stimmt dies dann nicht mit den Versprechungen von Firmenwebsite, Jobplakat oder Stellenbeschreibung überein, wird er das Unternehmen im schlimmsten Fall verlassen. Auf jeden Fall aber wird die  Identifikation mit dem Unternehmen darunter leiden und damit langfristig auch die Motivation. Das dies Auswirkungen auf die Produktivität und Leistungsfähigkeit des Angestellten hat, sollte jedem Unternehmer klar sein.

Bleiben Sie authentisch!

Authentizität ist gefragt. Nur sie wirkt sich nachhaltig auf die Entwicklung und Stärkung einer guten Arbeitgebermarke aus. Im besten Fall beeinflusst sie sogar die Beziehungen zu den übrigen Stakeholdern des Unternehmens, die sich in der Folge auf ein über den Rekrutierungsmarkt hinweg positives Unternehmensimage auswirkt – auf die Ziele des Unternehmens und auf dessen Gewinn.

Dem Unternehmen stehen hierfür verschiedene Maßnahmen zur Verfügung. Unterschieden werden sie in interne und externe Maßnahmen. Geht es bei den internen Maßnahmen darum, das Arbeitgeberimage in ein für die Arbeitnehmer täglich erfahrbares Erlebnis umzuwandeln, zielen die nach außen gerichteten Employer-Branding-Maßnahmen auf eine positive Darstellung des Unternehmens bei zukünftigen Bewerbern. Beide Maßnahmenarten zusammen wirken sich positiv auf die Gesamtheit unternehmerisches Handelns aus.

Interne & externe Maßnahmen zur Stärkung des Arbeitgeberimages

Einfache interne Maßnahmen zur Stärkung des eigenen Arbeitgeberimages bestehen für Unternehmen in der Anfertigung einer Mitarbeiterzeitung oder in der Einrichtung eines Intranets. Es können auch Maßnahmen sein, die einfach die Gestaltung der Räume im Einzelnen oder die des Unternehmens im Gesamten betreffen. Das regelmäßige Durchführen von Betriebsversammlungen gehört ebenso zu den internen Maßnahmen wie ein Angebot an Sozialleistungen oder die Möglichkeit, an Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten bzw. an Förderprogrammen teilzunehmen. Die Entwicklung der Führungskräfte im Unternehmen anhand von Führungsleitlinien, einer Führungskräfte-Beurteilung sowie einer Trainee-Ausbildung und Coachings gehören ebenfalls in den Bereich eines internen Employer Brandings.

Ebenso zahlreich wie interne Maßnahmen, stellt sich die Auswahl für Unternehmen dar, die eigene Arbeitgebermarke nach außen hin zu entwickeln und zu stärken. Bei den naheliegenden Maßnahmen handelt es sich um das einfache Werben um Personal mittels Internet oder der klassischen Medien. Es kann sich hierbei auch um die Teilnahme an Jobmessen handeln. Etwas weiter geht da schon das Hochschulmarketing, das sich gezielt an Akademiker wendet. Überdies hat das Unternehmen die Möglichkeit Empfehlungs- oder Alumniprogramme einzurichten und das heutzutage selbstverständlich gewordene Mittel, Karrierewebseiten in den einschlägigen sozialen Netzwerken zu nutzen. Eine immer wichtigere Rolle spielen auch sogenannte Talent Pools bzw. Talent Communities, mit deren Hilfe Unternehmen mit vielversprechenden Talenten in Kontakt bleiben können, um diese bei Bedarf zu rekrutieren.

Sind all diese Maßnahmen zur Steigerung des eigenen Arbeitgeberimages sinnvoll durchdacht und an die Unternehmensziele und -kultur angepasst, sorgen sie nicht nur für eine positive Unternehmensatmosphäre und entscheidende Vorteile bei der Personalsuche, sie können sogar starke positive Auswirkungen auf den Gesamterfolg des Unternehmens haben.

Foto: flickr/~Pawsitive~Candie_N

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