Mitarbeitergewinnung leicht gemacht

Mitarbeitergewinnung leicht gemacht

Dem demografischen Wandel sei „Dank“ fehlt es dem deutschen Arbeitsmarkt zunehmend an qualifizierten Fach- und Führungskräften. Während sich die Unternehmen früher aus einer riesigen Auswahl an Bewerbern die besten Mitarbeiter auswählen konnten, stehen heute die Bewerber selbst vor der Qual der Wahl: Sie entscheiden, für welches Unternehmen sie gern arbeiten möchten. Das erfordert von den Unternehmen ein Umdenken: Wo sie früher einfach eine Stelle ausschreiben mussten, heißt es heute, potenzielle Kandidaten über passende Kanäle anzusprechen und sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren. Wir stellen die wirkungsvollsten Wege zur Mitarbeitergewinnung vor.

Klassische Mitarbeitergewinnung: Jobbörsen im Internet

Dass es neben internen Ausschreibungen und der klassischen Stellenanzeige in der Zeitung weitere und vor allem effektivere Möglichkeiten gibt, um neue Talente für sein Team zu gewinnen, haben die meisten Unternehmen erkannt. Im Jahr 2014 veröffentlichten rund 70 Prozent der Unternehmen ihre Stellenanzeigen in Jobportalen im Internet. Diese bieten die Chance, mit den geschalteten Stellenangeboten eine breitere Masse an Jobsuchenden zu erreichen. Bei der Vielzahl von Online-Börsen fällt es jedoch schwer zu entscheiden, wo die Stellenanzeigen veröffentlicht werden sollten. Die größte Reichweite erzielen Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit mit jenen Jobportalen, die bei Google auf den oberen Plätzen stehen. Denn diese werden auch von potenziellen Bewerbern an schnellsten gefunden. Auf der Suche nach Fachkräften sind allerdings auch kleine, spezialisierte Jobbörsen nicht zu verachten.

Tipp: Mit unserer Recruiting Software erhalten Sie entsprechend Ihrer Branche und anhand Ihrer Stellenanzeige automatisch Empfehlungen für die passendsten Jobbörsen sowie den voraussichtlichen Bewerberrücklauf angezeigt. Zudem können Sie mit unseren zahlreichen Stellenanzeigen-Paketen bis zu 72% gegenüber Einzelbuchungen sparen. Und als softgarden-Abonnement erhalte Sie zusätzlich bis zu 38% Rabatt auf Ihre Buchungen. Mehr dazu, erfahren Sie hier.

Mitarbeitergewinnung in sozialen Netzwerken

Social Recruiting, also die Mitarbeitergewinnung in sozialen Netzwerken, findet zunehmend auch in den Human Resources-Abteilungen Eingang. Kein Wunder: Der Pool an möglichen Kandidaten ist hier besonders groß – und je nach Netzwerk auch besonders jung. Besonders social-aktive Unternehmen richten z. B. zusätzlich zur Facebook-Seite Ihres Unternehmens eine eigene Karriereseite ein. Hier können Sie Stellenanzeigen posten, auf die Unternehmenswebseite verweisen und in direkten Kontakt mit dem interessierten Nachwuchs treten. Dieser findet auf dem Facebook-Profil allgemeine Informationen über das Unternehmen und das Bewerbungsverfahren sowie gleich die richtigen Ansprechpartner. Content in Form von Videos, Fotos und Steckbriefen zu den verschiedenen Karrieremöglichkeiten macht die Social Media-Seite zu einer ansprechenden Informationsquelle der Young Potentials.

Selbstverständlich können Sie in den sozialen Netzwerken auch Werbung schalten und so auf offene Stellenangebote aufmerksam machen – dabei bestimmen Sie das Budget. Während Facebook ein guter Kanal für talentierte Nachwuchskräfte ist, bieten sich XING und LinkedIn für die Rekrutierung von Fachpersonal an. Über spezifische Suchfilter können Sie genau die Kandidaten finden, die Sie suchen, und diese auch gleich direkt kontaktieren. Zudem kann sich Ihr Unternehmen hier selbst als Arbeitgeber präsentieren und Stellenausschreibungen veröffentlichen.

Mitarbeitergewinnung in Universitäten und Hochschulen

Sie wollen frische und kreative Mitarbeiter für Ihr Team gewinnen? Neben Facebook bieten Kooperationen mit Universitäten und Hochschulen eine weitere Möglichkeit, schon sehr früh in Kontakt mit jungen Talenten zu kommen. Zum einen können sich Unternehmen auf hochschulinternen Jobmessen oder auf von Ihnen organisierten, lockeren Business Brunchs vorstellen. Zum anderen bieten Kooperationen z. B. bei Abschlussarbeiten einen ersten Überblick über die Fähigkeiten und Kenntnisse der Studenten. Dank des frühzeitigen Kontakts können Sie sich relativ unverbindlich kennenlernen und feststellen, ob eine langfristige Zusammenarbeit infrage kommt. So werden aus vielversprechenden Praktikanten und Werkstudenten schnell wichtige Trainees, freie Mitarbeiter oder sogar Festangestellte.

Employer Branding als Basis für die Mitarbeitergewinnung

Doch ob über Online-Jobbörsen, Social Media oder Hochschulen – Voraussetzung moderner Mitarbeitergewinnung ist ein gutes Employer Branding. Dabei entwickelt und pflegt ein Unternehmen analog zur Unternehmensmarke seine spezifische Arbeitgebermarke. Diese soll die Attraktivität des Unternehmens sowohl für die aktuelle Belegschaft als auch für zukünftige Mitarbeiter betonen. Ziel ist es, dass sich das derzeitige Personal so wohlfühlt, dass es die Unternehmenskultur nach außen trägt und die Firma als reizvollen Arbeitgeber weiterempfiehlt. So werden aus den etablierten Angestellten überzeugte Markenbotschafter.

Identifizieren sich die Mitarbeiter mit der Unternehmensphilosophie, bleiben sie ihrem Arbeitgeber auch erhalten. Denn: Nach einer erfolgreichen Mitarbeitergewinnung müssen ebendiese Mitarbeiter auch an das Unternehmen gebunden werden. Das schaffen Sie nur, wenn Sie Ihre Leistungsversprechen einlösen. Angebote wie eine angemessene Bezahlung, vielversprechende Aufstiegschancen und eine ausgewogene Work-Life-Balance locken und binden Mitarbeiter. Auch eine moderne Büroausstattung, flexible und familienfreundliche Arbeitszeiten oder Betriebssport können die Attraktivität eines Unternehmens steigern.

Die optimale Strategie für eine effiziente Mitarbeitergewinnung muss jedoch individuell für das jeweilige Unternehmen entwickelt werden. Empfehlenswert ist aber immer ein Mix aus verschiedenen Kanälen. Wobei weniger oft mehr sein kann, denn ein besonders wichtiger Punkt bei der Mitarbeitergewinnung ist es, alle Plattformen aktuell zu halten, schnell auf Anfragen und Bewerbungen zu reagieren und den Kandidaten vor allem einen guten Service zu bieten. Mehr dazu können Sie auch in unserer Umfrage zum Thema „Arbeitgeber als Dienstleister in Bewerbungsprozess“ erfahren.

Weitere Artikel, die Sie interessieren könnten

Antworten