So sollten Sie nicht mit einem Bewerber kommunizieren…

Aus aktuellem Anlass möchte ich einmal einen persönlichen Erfahrungsbericht schreiben und Ihnen zeigen wie Sie es nicht machen sollten. Das Thema dreht sich ums Recruiting wie Sie sich denken können und zwar darüber, wie Sie nicht mit einem Bewerber kommunizieren sollten.

Bewerber-KommunikationDie Ausgangssituation ist die folgende: Eine mir sehr nahestehende Person war auf der Suche nach einer neuen Stelle. Sie steckte viel Arbeit in die Bewerbungen und wurde somit auch zu verschiedensten Gesprächen eingeladen… mit Erfolg.

Fangen wir mal mit den Firmen an, die eine Eingangsbestätigungen verschickt haben. Ja, es ist sehr aufmerksam, wenn eine Bestätigung mit dem netten Hinweis verschickt wird, dass man sich über die Bewerbung freut und sie derzeit geprüft wird. Das ist ein guter Schritt und erhöht definitiv die Recruiting Experience bei der Bewerberin. Was verkehrt ist, wenn die Prüfung seit Mitte Januar läuft. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, was an einer Bewerbung so intensiv geprüft werden muss. Im Ernst… eine Absage ist eindeutig BESSER als gar keine Kommunikation mehr. Für die Recruiting Experience ist sowohl die Eingangsbestätigung als auch die Absage entscheidend. Nur so weiß der Bewerber woran er ist.

Liebe Firmen, denkt einmal darüber nach ob das für eure Reputation vorteilhaft ist… jedenfalls werde ich meinen Freunden diese Firmen nicht weiter empfehlen… ist ja die Arbeit nicht Wert, die man in eine Bewerbung steckt.

Noch ist das ganze ja sehr anonym… Aber nach einem Vorstellungsgespräch sieht die Situation nicht besser aus. Oft kam selbst danach keine Reaktion vom Unternehmen. Die lückenlose Kommunikation mit den Bewerbern sollte doch Voraussetzung für ein erfolgreiches Recruiting sein, oder nicht? Solch ein Umgang mit den Bewerbern lässt ein Unternehmen nicht im guten Licht erscheinen.

Ein kleiner Tipp an alle Leser, einfach fair und ehrlich sein. Es schadet nichts, im Gegenteil wenn es weiter so viele schwarze Schafe gibt, lässt das Ihr Unternehmen gut abschneiden. Durch die faire Kommunikation wird die Recruiting Experience gesteigert, denn kein Bewerber bewirbt sich bei einem Unternehmen ein zweites Mal, wenn er zuvor mit dem Unternehmen eine negative Erfahrung gemacht hat.

Das Ende vom Lied war, dass sie eine Stelle angetreten ist, die ihr eigentlich schon abgesagt wurde, weil sie die Bewerbung zu spät geschickt hatte und die Firma zu diesem Zeitpunkt schon einem anderen Bewerber zugesagt hatte. Jedoch ist der Bewerber abgesprungen und so haben sie sich erneut gemeldet und sie hat den Job angenommen… Wäre das denkbar gewesen wenn sie nicht eine faire Absage bekommen hätte… Aber das können Sie jetzt für sich selbst entscheiden.

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